Fehler

Bezeichnet als Oberbegriff für die Abweichung von einem optimalen oder normierten Zustand eine Fehlhandlung, einen Fehlerzustand oder eine Fehlerwirkung.

Siehe Artikel Fehler auf Wikipedia.

Fehler aufdeckender Testfall

Bezeichnet einen Testfall der beim Ausführen aufdeckt, dass das definierte Sollverhalten aufgrund des gezeigten Istverhalten abweichend ist und somit fehlerhaft.

Fehlerdatenbank

Im Englischen als "Bug tracker" bezeichnet, sind Fehlerdatenbanken Fallbearbeitungssysteme die vollständie Informationen über bekannte Fehler enthalten sowie dem Zustand der Behebung.

Fehlerdatenbanken werden oftmals eingesetzt um während der Testphase Fehler der Tester an die Entwickler zu melden.

Es gibt eine vielzahl von Fehlerdatenbanksystemen, sowohl kostenlose als auch kommerzielle. Bekannte Systeme sind u.a. Mantis, Bugzilla, Jira, OTRS und OnTime. Auch der Team Foundation Server (TFS) von Microsoft kann als Fehlerdatenbank verwendet werden.

Zeta Test unterstützt zurzeit die Anbindung an folgende Fehlerdatenbank-Systeme:

  • Mantis (schreibend)
  • Bugzilla (schreibend)
  • OnTime (schreibend)
  • Team Foundation Server TFS (lesend und schreibend)

Siehe auch Artikel Bugtracker bei Wikipedia.

Fehlerfindungsrate (Defect Detection Percentage, DDP)

Bezeichnet die Menge von Fehlerzuständen die während eines Testzeitraums oder innerhalb einer Teststufe gefunden wurden, in Relation gesetzt zur Gesamtanzahl der Fehlerzustände die während eines definierten Gesamtzeitraums gefunden werden.

Dieser Gesamtzeitraum kann sich auch über die Inbetriebnahme hinaus erstrecken, also auch in die Produktivphase.

Fehlerklasse

Eine Einteilung von aufgedeckten Fehlverhalten und Fehlerwirkungen nach der Schwere der Auswirkungen (aus Anwendersicht).

Also z.B. ob der Fehler produktionsverhindernd ist oder auch nach der Produktivsetzung noch korrigiert werden kann.

Siehe Artikel Genauigkeitsklasse bei Wikipedia.

Fehlermanagement

Bezeichnet den kompletten Prozess von der Erkennung und Entdeckung eines Fehlers über die Analyse, Beseitigung und Abschluss eines gefundenen Fehlers.

Zum Fehlermanagement gehören auch die Dokumentation, Kategorisierung und Identifikation der betroffenen Auswirkungen.

Siehe auch Artikel Fehlermanagement bei Wikipedia.

Fehlermaskierung

Bezeichnet einen vorhandenen fehlerhaften Zustand der durch einen anderen oder mehrere andere Fehlerzustände kompensiert wird, so dass effektiv der fehlerhafte Zustand selbst gar keinen Fehlerauswirkung verursacht.

Fehlernachtest

Die erneute, wiederholte Ausführung aller Testfälle die vor der Korrektur eines Fehlers eine fehlerhafte Wirkung verursacht haben. Dies dient der Überprüfung ob die Korrektur des verursachenden Fehlers tatsächlich erfolgreich war.

Siehe Artikel Regressionstest auf Wikipedia.

Fehlerpriorität

Bezeichnet die Festlegung von Prioriäten bezüglich der Dringlichkeit der Korrektur eines Fehlers. Hierbei sollten berücksichtigt werden:

  • Fehlerklasse
  • Erforderlicher Aufwand der Korrektur
  • Auswirkungen auf den restlichen Entwicklungsprozess
  • Auswirkungen auf den restlichen Testprozess

Fehlertoleranz

Die Fehlertoleranz gibt zum einen an, wie/ob eine Software-Anwendung trotz fehlerhafter Eingaben durch Benutzer oder falsche Eingangssignale das geforderte Leistungsniveau halten kann. Dies wird auch als Robustheit bezeichnet.

Zum anderen gibt die Fehlertoleranz an, ob/wie gut eine Software ein definiertes Leistungsniveau halten kann auch wenn Fehlfunktionen innerhalb der Software auftreten. Dies wird als Zuverlässigkeit bezeichnet.

Siehe auch Fehlertoleranz bei Wikipedia.

Fehlerwirkung (Failure)

Die Wirkung eines fehlerhaften Zustands der während der Ausführung des zu testenden Programms nach außen für den Anwender sichtbar auftritt.

Außerdem wird mit dem Begriff Fehlerwirkung die Abweichung bezeichnet die zwischen spezifiziertem Sollwert und dem beobachtetem Istwert auftritt.

Fehlerzustand (Fault)

Bezeichnet zum einen einen fehlerhaften Programmteil, Anweisung oder Datendefinition die ursächlich für eine Fehlerwirkung verantwortlich ist. Zum anderen wird der Zustand einer Software damit bezeichnet der unter spezifischen Bedingungen (z.B. hoher Auslastung) die Funktionalität der Anwendung beeinträchtigen kann oder sich als Fehler äußert.

Fehlfunktion

Eine andere Bezeichnung für den Fehlerzustand einer Funktion.

Siehe auch Wikipedia-Artikel Fehlfunktion.

Fehlhandlung (Error)

Bezeichnet folgende unterschiedlichen Aspekte:

  • Die Handlung eines Softwareentwicklers der durch sein menschliches Zutun einen Fehlerzustand in der Software verursacht. Also ein Programmierfehler.
  • Ein Anwender der eine Handlung im Umgang mit der Software durchführt die ein unerwünschtes Ergebnis als Folge hat. Also eine Fehlbedingung.
  • Eine absichtlich oder unabsichtliche Tätigkeit (oder Unterlassung) die dazu führt, dass eine gewünschte Funktion der Software beeinträchtigt ist.

Siehe auch Artikel Programmfehler und Dümmster anzunehmender User (DAU) bei Wikipedia.

Feldtest

Ein Feldtest ist die Erprobung einer produktionsfähigen Vorabversion einer Software durch eine repräsentative Anzahl an von Anwendern. Das Ziel eines Feldtests ist das Erkennen von noch nicht komplett spezifizierten Einsatzumgebungen und Bedingungen sowie dem Prüfen auf Akzeptanz des Marktes.

Insofern ist ein Feldtest also ähnlich einem Betatest.

Siehe auch Artikel Feldtest bei Wikipedia.

Funktionale Anforderung

Eine Anforderung die das funktionale Verhalten eines Software spezifiziert, die die Software-Anwendung oder die Softwarekomponente erfüllen muss. Es wird also festgelegt, was die Anwendung tun soll.

Siehe auch Abschnitt Arten von Anforderungen im Artikel Anforderung auf Wikipedia.

Funktionaler Test

Mit einem funktionalen Test wird geprüft ob eine Software-Anwendung die funktionalen Anforderungen erfüllt. Anhand einer funktionalen Spezifikation der zu testenden Programmkomponente werden Testfälle ermittelt und die Vollständigkeit der Prüfung wird anhand der funktionalen Spezifikation anschließend ausgewertet.

Siehe auch Überdeckungsgrad und Artikel Funktionstest auf Wikipedia.

Funktionalität

Die Funktionalität bezeichnet das Verhalten einer Software das vorhanden sein muss um bestimmte Funktionen zu erfüllen. Es wird also beschrieben, was das System können muss. Die Umsetzung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Software produktiv einsetzbar ist.

Aufgrund der ISO/IEC-Norm 9126 (Sofwarequalität) werden folgende Merkmale definiert:

  • Angemessenheit
  • Richtigkeit
  • Interoperabilität
  • Ordnungsmäßigkeit
  • Sicherheit

Siehe auch Artikel Funktionalität auf Wikipedia.

Funktionstest

Ein Funktionstest wird auch als funktionaler Test bezeichnet.